oder: „Die Kunst der exzessiven Zelebration“

Während in westlicheren Gefielden die Osterfeiertage eher besinnlicher Natur sind, nehmen selbige in Polen ein durchaus einzigartiges Ausmaß an. Begonnen bei der Vorliebe der polnischen Bevölkerung, nachts in Hundertscharen illustre Fackelzüge zu veranstalten, bis hin zum berüchtigten Smingus Dynges am Ostermontag gäbe es von vielen kleinen Kuriositäten der Osterwoche zu berichten.

Da wir uns in bester atheistischer Manier gegen jegliches konfessionelles Brauchtum verwehren, versuchten wir kreativ, gegen alle Konventionen zu verstoßen. Den Auftakt der Tätigkeit der „Aktionsgruppe Anarchistisches Ostern“, kurz AAO, starteten Genossin Münch und ich am Nachmittag des Gründonnerstags um 1715. Mit der Präsentation eines mit bunten Streuseln pervers dekorierten Kuchens in Herzform gelang es uns, den Höhepunkt der Fastenzeit zu torpedieren.

Eine zünftige Grillerei am dach der IJBS stellte am Karfreitag den Paukenschlag unserer Aktivität dar. Sämtliche Mitglieder der AAO wurden zur Teilnahme aufgerufen . Genossin Münch und ich versorgten uns also mit exakt 1,44 kg unbehandelten Grillguts und diversen landesüblichen Beilagen, von denen die nicht unerhebliche Menge an Bier vermutlich die größte Rolle im Verlauf des weiteren Abends spielte. Fachkundig von uns vorbereitet und professionell durchgeführt, können wir die erste Grillerei des Jahres 2007 durchaus als vollen Erfolg werten. Besonders Genossen Waibel möchten wir für seine vorbildhaften Leistungen am Grill erwähnen.

Die anschließende Feier ob unseres Etappensieges lief nach AAO-typischen Mustern ab: nachdem die Shisha geraucht war, wurden artistische Turneinlagen und Fußballspiele auf der Straße zwischen dem BP-Bierdepot und der Jugendbegegnungsstätte ausgetragen, das entscheidende Elfmeterschießen fand dann vor tosender Mengen im Büro statt. Die verdienten Sieger feierten ihren Triumph dann mit Turbobier. Business as usual. Um 0500 schlossen wir die Versammlung.



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